Bali Life: Dann wohn ich jetzt auf Bali

Ich kann selbst kaum glauben, dass ich schon über zwei Monate hier bin und es bisher nicht geschafft habe darüber zu berichten. Es ist viel passiert, nicht alles lief wie erwartet, es gab die ein oder anderen Katastrophen und persönlichen Dramen. Aber auch viele Überraschungen, wundervolle Momente und vor allem wunderbare Menschen.

So ist es wohl im Leben: Es läuft eigentlich nie wie erwartet, aber dafür hält es Dinge bereit mit denen Du nie gerechnet hättest und die Dich unendlich bereichern.

Mittlerweile kann ich behaupten: Ich habe mich eingelebt. Am Anfang fühlte sich alles noch sehr nach Urlaub an und es ist in manchen Momenten immer noch so, aber ich begreife nun, das ist jetzt mein Leben. Du fragst Dich jetzt bestimmt, was macht man so den ganzen Tag, wenn man auf Bali lebt? Ok, ich will Dich nicht weiter auf die Folter spannen. Hier ist er:

Ein Tag aus meinem Leben auf Bali

Ich wache ganz von alleine kurz vor dem Sonnenaufgang auf, ein paar Vögel zwitschern, ich öffne die Tür und atme die frische, noch kühle Luft. Meine Sachen liegen schon bereit. Ich muss nur noch das Surfbrett auf den Roller schnallen, kurz Swell und Tide checken und zum Strand fahren.

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Das Wasser ist zunächst kalt, aber es macht wach und im Line Up angekommen sehe ich die Sonne über Bali aufgehen. Die üblichen Verdächtigen sind natürlich auch im Wasser – ein kurzer Smalltalk bis zum nächsten Set und dann feuern wir uns gegenseitig an und lachen über unsere Wipeouts.

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Irgendwann knurrt der Magen und es ist Zeit für das Frühstück. Es gibt Reis! Nasi Campur um genauer zu sein. The one and only breakfast! Ich fahre zu meinem Stamm-Warung, der gerade öffnet und alles frisch zubereitet hat. Hier treffe ich meine Freunde. Wir erzählen uns von unseren epischen Surfsessions diesen Morgen und übertreiben dabei maßlos. Oder wir regen uns über die schlechten Wellen oder die Idioten auf, die uns ständig reingedroppt sind oder im Weg rumlagen.

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Surfen und Essen machen müde. Deswegen fahre ich nach Hause und lege mich nochmal für eine Stunde hin. Ausgeruht stehe ich wieder auf und setze mich im Garten meines Homestays inspiriert an mein Laptop und arbeite ein wenig. Wobei ich das ganze nicht als Arbeit bezeichnen würde, denn ich tue etwas, was ich liebe und was mir Spass macht.

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Nach einer produktiven Worksession ist es auch schon wieder Zeit sich in die Wellen zu stürzen. Nachmittags ist es meist windiger, trotzdem macht es Spass. Wenn die Tide passt surfe ich im Sunset, ansonsten genieße ich diesen mit einem kühlen Getränk in der Hand vom Strand aus. Und egal wie oft ich diese Sonnenuntergänge sehe, ich werde diesen Anblick nie satt haben.

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Es geht wieder zum Warung. Nasi Campur again. Und nach und nach trudeln alle anderen ein. Wir sitzen zusammen, reden dummes Zeugs, lachen und haben Spass. Die Jungs spielen Gitarre und singen Songs aus ihrer Heimat. Es ist immer wieder schön. Manchmal gehen wir noch aus, oft bleiben wir einfach nur dort, bis uns irgendwann die Müdigkeit übermannt und das Bett laut ruft. Glücklich schlafe ich ein, denn morgen wartet ein neuer Tag auf mich.

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Traumhaft, oder? Ich bin davon allerdings momentan meilenweit entfernt. Ich schlafe viel zu lange, gehe viel zu selten surfen, bin zu wenig produktiv. Ich sehe zu wenige Sonnenuntergänge, bin nicht oft genug am Strand, ich esse, feiere und lache zu wenig.

Aber das Schöne ist, ich habe es in der Hand. Ich kann mein Leben so gestalten, wie ich es will. Auch wenn nicht jeder Tag so läuft, wie oben beschrieben, versuche ich mich dem Schritt für Schritt anzunähern. Natürlich gibt es Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe. Manchmal kann man keinen Sonnenuntergang sehen, weil Wolken davor hängen und manchmal kann man nicht surfen, weil es keine guten Wellen gibt und das Meer flach ist, wie ein See. Aber das Wichtige ist, dass wir das Beste draus machen. Und das versuche ich jetzt!

In diesem Sinne:

stay stoked and hang loose

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